Wohnungsdiskussion der SP Dietikon: Grosser Handlungsbedarf bei bezahlbarem Wohnraum

Im Gleis 21 führte die SP Dietikon am 26. Januar eine öffentliche Wohnungsdiskussion durch. Die Veranstaltung stiess auf Interesse und löste engagierte Diskussionen mit dem Publikum aus. Im Zentrum standen die steigenden Mieten und die Frage, wie in Dietikon langfristig bezahlbarer Wohnraum gesichert werden kann. Organisiert wurde der Abend von der SP Dietikon, inhaltlich gestaltet von Kathi Kiwic, Kerstin Camenisch und Lara Can.

 

Grundlage des Abends bildete die Auswertung der im letzten Herbst an alle Dietiker Haushalte gesandten Wohnumfrage sowie aktuelle Analysen zur Wohn- und Bodenpolitik. Die Resultate der rund 450 Rückmeldungen, präsentiert von Kerstin Camenisch, zeigen deutlich: Viele Bewohner:innen sind mit ihrer Wohnsituation unzufrieden und schätzen die Wohnungspreise in Dietikon als zu hoch ein. Eine klare Mehrheit befürwortet den Ausbau des gemeinnützigen Wohnungsbaus, ein Vorkaufsrecht für die Gemeinde sowie verbindliche Mindestanteile an gemeinnützigen Wohnungen.

 

Die von Lara Can präsentierten ökonomischen Grundlagen zeigten auf, dass Boden ein essenzielles Gut ist und darum in keiner Weise von einem freien Markt gesprochen werden kann. Es wurde deutlich, dass steigende Mieten nicht primär durch die Nachfrage gesteuert werden, sondern durch die wachsende Marktmacht von Immobilienkonzernen, die die Zahlungsfähigkeit der Mietenden ausreizen. Unzureichend durchgesetztes Mietrecht und illegale Renditen verschärfen die Situation zusätzlich. Studien zeigen, dass schweizweit Milliardenbeträge zu viel Miete bezahlt werden – auch Dietikon ist davon betroffen.

 

Kathi Kiwic zeigte anhand der 2023 dem Volk vorgelegten Initiative «Bezahlbares Wohnen in Dietikon» auf, welche Schritte die SP Dietikon bereits unternimmt, um bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern. Der damals angenommene Gegenvorschlag legitimiert es, Bauprojekte anzuprangern, die keinen Anteil an bezahlbarem Wohnraum vorsehen. Mit dieser Massnahme allein ist das Problem jedoch noch nicht gelöst.

 

Die SP Dietikon fordert deshalb weitere konkrete Massnahmen: sanfte Sanierungen statt Verdrängung, eine konsequente Durchsetzung des Mietrechts, die Stärkung von Wohnbau-genossenschaften sowie eine aktive Bodenpolitik der Gemeinde. Das Ziel ist klar: bezahl-barer Wohnraum für alle statt Rendite für wenige.

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